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Leitlinie und Konzept zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz


Die Betreuung und Versorgung von verwirrten und psychisch kranken alten Menschen zu Hause stellt die pflegenden Angehörigen vor vielfältige Aufgaben und Anforderungen. Angehörige von Demenzerkrankten (z.B. Alzheimer) sind nicht nur Belastungen ausgesetzt, wie man sie bei anderen Patienten mit schweren chronischen, körperlichen Erkrankungen wieder findet.

 

Für sie kommen vor allem noch spezielle Probleme wie Desorientiertheit, Vergesslichkeit, Aggressivität und Wesensveränderungen der Patienten hinzu, die die gegenseitige Beziehung zueinander oft zunehmend belasten und verändern, und häufig den Betreuer an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.
Vielfach ist ein Heimaufenthalt unvermeidbar.
Jedoch sollen ältere Menschen auch die Möglichkeit haben, solange wie möglich in ihrer eigenen häuslichen Umgebung bleiben zu können.

 

Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz können einen wesentlichen Beitrag leisten zur:

- psychischen Stabilisierung
- Steigerung der subjektiven Lebensqualität
- Förderung von Sozialkontakten zur Vermeidung von Vereinsamung
- Entlastung pflegender Angehöriger und Personen des häuslichen Umfeldes
- letztlich zum längeren Verbleib in der Häuslichkeit

 

Deshalb hat sich der „Evangelische Krankenpflegeverein e.V. Dinkelsbühl“ und die damit verbundene „Diakoniestation“ entschlossen, eine  Nachmittagsbetreuung  für altersverwirrte Menschen ins Leben zu rufen.

 

Damit sollen zum einen unter fachkundiger Anleitung diese Menschen betreut werden und ihnen Möglichkeiten geboten werden, nach den individuellen und eigenen Möglichkeiten ihrer Begabungen und Einschränkungen Förderung und gemeinschaftliches Erleben zu erfahren.
Zum anderen soll den Angehörigen die Möglichkeit geboten werden, einmal zu verschnaufen, sich selbst ein wenig Freiraum zu schaffen um eigenen Ansprüchen und Terminen nachkommen zu können und sich für eine gewisse Zeit entlastet zu fühlen. Dabei ist es hilfreich für sie zu wissen, dass ihre altersverwirrten Angehörigen unter fachgerechter Betreuung in einem geschützten Rahmen versorgt sind.

 

In der Tagesbetreuung können maximal 12 Personen betreut und beaufsichtigt werden.

 

Die regelmäßige Betreuung findet anfangs turnusmäßig 14-tägig in der Zeit von  14:00 bis 16:45 Uhr statt.

 

Voraussetzungen für den Umgang mit Menschen mit Demenz sind Anerkennung und Wertschätzung ihrer Persönlichkeit, Toleranz  für ungewöhnliche Verhaltensweisen, Einfühlungsvermögen in ihr Tun, Fähigkeit zum intuitiven Handeln und natürlich Fachwissen.
Schwerpunkte in der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen liegen darin, Erinnerungsarbeit zu leisten, das Langzeitgedächtnis zu fördern, Gemeinschaftssinn zu wecken und zu fördern. Auch Bewegungsübungen, die die Motorik fördern sind für uns wichtig. Das Programm beinhaltet auch, dass alle Sinne des Menschen angesprochen werden. Wichtig sind die individuellen Begabungen und Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer zu berücksichtigen und dementsprechend darauf einzugehen.

 

Mindestens eine Fachkraft, der Nachmittagsbetreuung verfügt über eine Basis- und Aufbauqualifikation in der Gerontopsychiatrie, in der ein vertieftes Fachwissen vermittelt wurde.

 

Alle anderen Mitarbeiter der Einrichtung arbeiten ehrenamtlich und haben einen Gerontopsychiatrischen Grundkurs für ehrenamtliche Mitarbeiter besucht, dadurch  verfügen sie über ein Grundwissen in der Gerontopsychiatrie.

 

Es wird darauf Wert gelegt, dass alle Mitarbeiter sich kontinuierlich an fachspezifischen Fort- und Weiterbildungen beteiligen.

 

Zur Entlastung von Familienangehörigen betreuen auch die geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen demenziell erkrankte Menschen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung.

 

 

 

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